Donnerstag, 15. Oktober 2009

pondicherry-kumbakonam-tanjore-tiruchirapalli

...hab schon wieder viel zu lange nicht geschrieben..ojeoje...war scheinbar damit beschaeftigt all diese eindruecke zu verdauen. erstmal kurz wo wir waren und was wir uns so angeschaut haben.
-in pondicherry haben wir und auroville angeschaut. diese geplante stadt, wurde urspruenglich fuer 30000 menschen gedacht. es war die idee der perfeckten stadt, fuer perfeckte menschen. alles ein bisschen eigenartig und hat einen sektenhaften beigeschmack. heute leben allerdings nur ca 1500 leute dort und sie alle gehoeren dem sri aurobindo aschram an. abgesehen von manchen komischen vorstellungen die diese leute haben, ist die anlage aber echt schoen und wirkt sehr ruhig und harmonisch. das herzstueck des areals bildet eine riesige goldene kugel, in deren fundament erde aus so ziemlich allen laendern der erde ist.
bei einem backwater waren wir auch, wo wir mit einem boot herumgefahren sind, bis wir einen wunderschoenen strand erreicht haben. wirklich wie aus "universum"
und natuerlich haben wir uns die stadt selbst auch gegeben. mit dem markt, der promenade, den vielen hecktischen und auch ruhigeren gassen...alles in allem eine ect ganz nette stadt
-in kumbakonam haben wir uns eigentlich nur einen tempel angeschaut aber in dem haben wir uns von einem elefanten segnen lassen. das war so cool. diese fiecher sind irgendwie 10mal so gross wenn man direckt vor ihnen steht
-in tanjore haben wir uns auch einen tempel angeschaut und wollten dann zum palast fahren. da der aber ueber mittag geschlossen hatte sind wir in einen eher abgelegeneren teil der stadt gefahren (kleine, eher aermliche haeuser) und konnten dort zuschauen wie sie bronze-figuren giessen und bearbeiten. anschliessend hatte der palast dann auch wieder offen und wir konnten ueber die extrem enge treppe, auf den glockenturm steigenund dir geile aussicht geniessen. so schoen!
-in tiruchirapalli sind wir erst heute zu mittag angekommen und haben uns am nachmittag nur das fort angeschaut. das war allesdings echt toll. ueber etliche stufen besteigt man einen kleinen berg, in mitten der stadt, auf den dieses fort gebaut ist. von oben hat man einen abolut phenomenalen ausblick. am weg ins internetcafe (wo ich gerade bin) sind wir noch ueber den menschen ueberfuellten markt gegangen. echt irre wie viele leute hier leben.
so... jetzt aber zu den eindruecken und erlebnissen die ich oben schon erwaehnt habe.
es ist echt erstaunlich welche aufmerksahmkeit wir immer wieder erregen. staendig gruessen uns irgendwelche fremden leute oder winken uns zu. man hat das gefuehl dass es einfach ur toll fuer sie ist dass wir da sind. gestern am glockenturm hatten wir eine lustige begegnung. matthias wollte gerade ein foto von mir machen als eine gruppe inder, die stufen rauf kommt. ganz interresiert schauen sie dem matthias ueber die schulter und ploetzlich sitzt schon einer neben mir. am ende war es nur noch ein grosses gelache und ich weiss nich wie viele inder am foto sind. echt total schoen und lustig. als wir ganz oben am turm sind, sehen wir sie wieder unten stehen und es wird nochmal kraeftig gewunken. waeerend wir oben am turm sind entecken uns auch ein paar schuljungen die gerade pause haben. zuerst winken sie uns zu und dann ist einer ganz mutig und wirft mir eine kusshand zu. als ich ihm eine zurueckschicke rennt er freudeschreiend ueber dn ganzen schulhof. ich glaub das war sein ereigniss des tages.
es ist zwar einerseits total nett das die leute sich so freuen wenn sie einen sehen aber dennoch haben wir immer ein bisschen ein komisches gefuehl. "warum bestaunen die uns, als waeren wir pop-stars? wir haben ja nichts geleistet? was koennen wir dafuer das unsere haut so hell ist? darauf hatten wir ja keinen einfluss?" dennoch ist es schoen wenn leute sich freuen wenn sie dich sehen.
wunderschoen ist auch die landschaft die wir bei unseren fahrten von stadt zu stadt geniessen koennen. es ist ganz flach hier und es gernzt an eine sensation wenn sie hier und da mal ein kleiner huegel erhebt.
abgesehen von diesen schoenen und netten seiten, gibt es natuerlich auch das weniger schoene, traurige und grausliche. so sehen wir natuerlich staendig bettler die halb verhungert und mit ampotierten gliedmasen irgendwo vor sich hin vegitieren. unangenehm ist auch das bild der vielen bettelnden kinder. bei denen man nicht weiss ob es klug ist ihnen was zu geben, weil die eltern sie dann weiter betteln und nicht in die schule schicken. etwas nachdenklich hat mich auch die situation in der bronze-giesserei gestimmt. dort hat ein mann mit nur einem bein gesessen und einen ventilator gedreht, damit das feuer anheizt und ein zweiter mann mit halskrause hat die figuren bearbeitet. beide sind am boden im staub gesessen und warscheinlich machen sie das schon seit jahrzehnten und verdienen vielleicht so viel das sie irgendwie ueberleben koennen.
ich hoffe meine schilderungen konnten diese erschiedenheit di ich hier erlebe etwas beschreiben. all diese unterschiede sind sowohl faszinierend als auch belastend und genau so ist es mir auch in den letzten tagen gegangen. einerseits ist es mir sau gut gegangen und ich habe den moment total genossen und hab mich ueber das land und die leute nur noch gefreut und andererseits gab es momente wo ich nurnoch heulen wollte (und es auch mal gemacht habe) und am liebsten zuhause in meiner heilen welt gewesen waere. gennerel stellt indien sicher eine herausvorderung fuer mich da aber es belohnt mich auch mit ganz tollen, schoenen und lustigen erlebnissen und eindruecken.

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